Schon wieder wurde am Containerplatz Müll abgeladen. Dieses Mal wurden mehrere Pappkartons in den Container gestopft. Der restliche Müll landete einfach daneben. Besonders ärgerlich: Der Plastikanteil wurde nicht einmal aus den Kartons entfernt.
Ich habe mir die Sache genauer angesehen und nach einem Hinweis auf die Herkunft des Mülls gesucht. Dabei fand ich einen Lieferschein. Die darauf aufgeführten Artikel passten zu den Etiketten auf den Kartons und den dazugehörigen Plastiktüten. Die Unterlagen habe ich fotografiert und der Gemeindeverwaltung zur Verfügung gestellt.
Eigentlich wollte ich den Vorgang direkt bei der Polizei anzeigen. Ein Anruf brachte mich allerdings schnell auf den Boden der Tatsachen. Die Polizei würde die Hinweise ohnehin an das zuständige Ordnungsamt weitergeben. Also habe ich mich direkt an die zuständigen Stellen gewandt.
Auch beim EVS habe ich nachgefragt. Dort zeigte man sich ebenfalls wenig begeistert davon, dass Pappe zusammen mit Plastik entsorgt wird. Noch problematischer ist es, wenn Gewerbebetriebe ihre Verpackungen über die öffentlichen Container entsorgen. Gewerbliche Abfälle müssen grundsätzlich über die dafür vorgesehenen Wege entsorgt werden.
Die ernüchternde Antwort: Der EVS kann in solchen Fällen selbst keine entsprechenden Strafen durchsetzen. Auch das LUA verwies mich darauf, dass es sich bei dem Containerplatz um eine Fläche der Gemeinde handelt und der Vorgang daher dort bearbeitet werden muss.
Das „Müll“ Team vom Bauhof kam auch gerade vorbei und wir haben dann zusammen den ganzen Mist aufgeladen.
Danke das ihr für Ordnung sorgt.
Umso erfreulicher war es, dass ich einige Tage später von einer Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung informiert wurde. Nach ihrer Auskunft kann in diesem Fall ein Bußgeldbescheid erlassen werden.
Jetzt bleibt abzuwarten, ob und was daraus tatsächlich wird.
Für mich zeigt dieser Fall aber vor allem eines: Es reicht nicht, Müll einfach irgendwo abzustellen und darauf zu hoffen, dass sich schon jemand darum kümmert. Gerade bei solchen Vorgängen entstehen zusätzliche Arbeit und Kosten, die am Ende von der Allgemeinheit getragen werden.
Und dieser Fall ist leider nicht der einzige. Der aktuelle Müll ist nur die Spitze des Eisbergs. Es gibt noch einige weitere Fälle, bei denen ich Hinweise und Belege gesammelt habe und denen ich nachgehen werde.
Ich werde dabei weiterhin versuchen, solche Fälle sachlich zu dokumentieren und an die zuständigen Stellen weiterzugeben. Denn ein sauberer Ort beginnt nicht erst bei der Müllabfuhr, sondern bei der Verantwortung jedes Einzelnen.
Kameraüberwachung wurde seitens der Verwaltung abgelehnt obwohl zum Zeitpunkt der Antrags eine Pilotphase des Landes gestartet wurde und man als Kommune die Erlaubnis bekam solche Containerplätze mit Kameras zu überwachen.




